Posts Tagged ‘Bücher’

Errance

August 22nd, 2009 | admin

Errance von Raymond Depardon ist ein Buch über Photographie, das mich sehr berührt hat. Raymond Derpadon schildert seinen photographischen – implizit auch seine persönlichen – Werdegang. Von der Reportagephotographie bis hin zu einem photographischen Abenteuer, befreit von einem vorgegebenen Thema. Das Photoprojekt Errance ist das Ergebnis dieser Suche nach einer ungebundenen und authentischen Photographie. Leider nur auf französisch aber unbedingt leseneswert, Lichtjahre entfernt von den eher akademischen Reflexionen einer Susan Sontag. Eine Odysee auf der Suche nach dem adequaten Ort …


Andersch: Sansibar ist überall

February 14th, 2009 | admin

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Ein Buch über Alfred Andersch und der Zeitartikel darüber …

Ein Bilderbuch mit Texten, eine Sammlung von Texten mit zauberhaften Bildern, ein Lese- und Bilderbuch; eine Hommage natürlich schon im Großen und Ganzen, dazu wird jedes in dieser Art so genau und liebevoll dokumentierende Werk über einen Künstler. Wer so etwas durchblättert und liest, will ja wirklich etwas erfahren über die Lebenswelt eines Autors, der seinerseits seine Welt hat erfassen wollen …

Andersch: Sansibar ist überall - Alfred Andersch. Seine Welt – in Texten, Bildern, Dokumenten; ; Edition text + kritik, 2008; 251 S., 36 €

Biografien sind immer auch Geschichten aus einer bestimmten Zeit. Im Fall von Alfred Andersch hat dessen Leben im »Dritten Reich« und während des Zweiten Weltkriegs in den letzten Jahren zu Debatten geführt. Doch Anderschs Biografie erzählt viel mehr: Sie ist zum Beispiel auch eine Geschichte der europäischen Kunst und Intelligenz der 1950er bis 1970er Jahre. Das Netz der Intellektuellen spann sich weit über Europa und darüber hinaus. In besonderem Maße streckte Alfred Andersch seine Fühler aus, erkundete, förderte und pflegte internationalen Austausch mit Schriftstellern und Künstlern: von Giorgio Bassani, über Heinrich Böll, Hans Magnus Enzensberger, Max Frisch, Luigi Nono und Arno Schmidt bis zu Italo Valenti und Emilio Vedova. Die hier vorgenommene fundierte Analyse von Alfred Anderschs Zeit zwischen 1941 und 1943 macht den Weg wieder frei für eine Auseinandersetzung mit seinem Wirken als Kulturvermittler und -förderer und vor allem für eine Wiederbegegnung mit seinem literarischen Werk. Beispielsweise führt Hans Magnus Enzensberger ein fiktives Gespräch über Andersch, Michael Augustin lässt einen Hemingway zurückreisen, Roland Berbig sieht sich zwei Autoren in einem Dorf an, Daniele Scuto, ein junger Schriftsteller, versetzt sich ins Café Rosati im römischen Winter, Arturo Larcati findet Anzeichen einer nicht geschriebenen Oper. Die Textbeiträge werden begleitet von einer einzigartigen Mischung aus bisher unveröffentlichten Dokumenten zu Anderschs Leben, aus Briefen, Fotos und Bildern. Und immer wieder wird seinen eigenen Texten Raum gegeben, um für sich zu sprechen. Unverstellt und unmittelbar stehen uns in diesem Buch Alfred Andersch und seine Welt gegenüber. 

Wiedersehen

January 27th, 2009 | admin

2558299275_008656041fWir hatten uns fast ein Jahrzehnt nicht mehr gesehen. Sie waren geblieben, in der Heimat. Ich, in die Welt hinaus, über den Ozean, das grosse Meer, unter Palmen zuerst. Tropenklima, dafür waren sie nicht gemacht, es wäre ihnen nicht bekommen. Zu feucht, und dann die Termiten und andere unangenehme Insekten. Später dann andere Länder, ich liess sie nicht nachkommen. Es war zu mühsam, unsere Situation zu prekär. Manchmal fehlten sie mir, oft dachte ich an sie. Sie hatten mich lange begleitet. Zwischenzeitlich, dies ist der Lauf der Dinge, machte ich andere Bekanntschaften. Neue Abenteuer. Und dann plötzlich, wir waren schon seit einigen Monaten wieder in der Heimat, standen sie vor der Türe. Herzklopfen. Beim Öffnen, bange Frage, kennt man sich noch, schätz man sich noch ? Sie hatten sich ein bisschen verändert, Zeichen der Zeit. Auch Ich hatte graue Haare, auch dies im Lauf der Dinge. Sie rochen ein bisschen modrig, nach Keller. Ich nahm sie in die Hand, streichelte sie. Zärtlich.

Bücherliste : 'Der Traum meines ganzen Lebens': Humboldts amerikanische Reise

January 24th, 2009 | admin

219cmergibl_sl500_aa180_Im Juni 1799 brach Alexander von Humboldt zu seiner legendären Forschungsreise auf, die ihn quer durch Süd- und Mittelamerika führte über reißende Ströme, durch bedrohliche Dschungel, in endlos tiefe Höhlenlabyrinthe und bis auf die höchsten Vulkane. Erst 1804 kehrte er nach Europa zurück. Diese Reise war zweifellos der Höhepunkt seines Schaffens und die Verwirklichung eines lang gehegten Traums. Rund zweihundert Jahre später folgte der Autor Werner Biermann Humboldts Route. Genau wie die damalige Expedition passierte er gefährliche Katarakte am Orinoko, durchquerte den Dschungel und bestieg die Gipfel der Anden. In diesem Buch zeichnet er nun Humboldts epochale Reise nach. Auf der Grundlage von Tagebuchaufzeichnungen und anderen bislang wenig bekannten Quellen schildert er Humboldts abenteuerliche

Begegnungen, etwa mit den Indiovölkern am Rio Negro und mit Thomas Jefferson in Washington, ebenso wie seine atemberaubenden Entdeckungen, darunter die sagenumwobene Wasserverbindung von Amazonas und Orinoko und die vertikalen Klimazonen am Äquator. Eine

glänzend geschriebene historische Reportage und das imposante Charakterbild einer Weltfigur, die uns bis heute in ihren Bann schlägt.

Vorsatz für 2009

January 6th, 2009 | admin

2008-12-17-a-08-00-35Vorsatz für 2009 : Weniger Fernsehen … mehr Bücher